Next: Elementare Funktionen
Up: Rationale Funktionen (R S.
Previous: Rationale Funktionen (R S.
Jede rationale Funktion

läßt sich als Summe von Partialbrüchen durch
Partialbruchzerlegung (PBZ) darstellen. Dazu verwendet man diese Vorgehensweise:
- 1.
- Durchdividieren bei
Ist die Funktion unecht gebrochen rational, so formt man diese zunächst
durch Polynomdivision in eine Summe einer ganzrationalen und einer
echt gebrochen rationalen Funktion um.
- 2.
- Nenner zerlegen
Den Nenner der Funktion zerlegt man nun in seine reelle Produktdarstellung.
Dazu bestimmt man seine Nullstellen; hat der Nenner neben reellen
Nullstellen xoi auch komplexe Nullstellen z0i, so treten diese stets zusammen
mit ihren konjugiert komplexen Nullstellen
auf und werden in der
reellen Zerlegung als quadratische Polynome nach der Gleichung

dargestellt.
Insgesamt sieht die reelle Zerlegung des Nenners so aus:

wobei die
ri angeben, wie oft eine Nullstelle xi aufgetreten ist; analog geben
die si an, wie oft die komplexe Nullstelle zi vorkam.
- 3.
- Ansetzen der Partialbrüche
Nun kann man die Partialbrüche wie folgt anlegen:


- 4.
- Koeffizientenvergleich
Um nun die Unbekannten A, B und C zu bestimmen, bringt man beide Seiten
der Gleichung auf den Hauptnenner, ordnet die Zähler nach Potenzen
und vergleicht die Koeffizienten. Man erhält dadurch ein LGS mit genausovielen
Gleichungen wie Unbekannten; dieses ist stets eindeutig lösbar.
Next: Elementare Funktionen
Up: Rationale Funktionen (R S.
Previous: Rationale Funktionen (R S.
Heiko
1/28/1998